Die organisch-reichen tiefen Schiefergas-Lagerstätten der Longmaxi-Gruppe in der Region Dazu im Westen von Chongqing weisen eine starke Heterogenität auf, die die effiziente Erkundung und Entwicklung von Schiefersgas in diesem Gebiet einschränkt. Durch die Verwendung der dreidimensionalen seismischen Rekonstitution des paläogeographischen Musters der frühen Silurzeit der Longmaxi-Periode in der Dazu-Region, kombiniert mit lithofaziellen und mineralogischen Daten, organischen und anorganischen geochemischen Daten, Bohrloch-Seismik-Daten und Lagerstättenkartierungsergebnissen, wurden die Unterschiede in Sedimentationsumgebungen, Materialzusammensetzung und Lagerstätteneigenschaften unter verschiedenen paläogeographischen Einheiten untersucht und deren Entstehungsmechanismen erforscht. Die Ergebnisse zeigen: ① Die paläogeographische Struktur während der Sedimentationsperiode der Longmaxi-Gruppe in der Untersuchungsregion weist ein stufiges Muster mit einem hohen Norden und einem niedrigen Süden auf; nördlich bis südlich entwickeln sich sequentiell kontinentale Schelfhochflächen, Schelfhang und Schelfbecken, mit einem allmählichen Anstieg der Reduktionsbedingungen und Paläsalinität nach Süden; ② Die Materialzusammensetzung der Schieferspeicher zeigt eine deutliche Korrelation mit sekundären paläogeographischen Einheiten; der Gehalt an biogenem Quarz und Gesamtorganischem Kohlenstoff (TOC) nimmt nach Süden zu, während tonminerale und terrestrische Detritusgehalte südlich abnehmen. Hochproduktive und gut bewahrte Schelfbecken fördern die Anreicherung organischen Materials, und diagenetische Prozesse wie die Verwitterung von Feldspäten steuern die räumliche Verteilung der Minerale; ③ Räumliche Unterschiede in der Mineralzusammensetzung und im organischen Materialgehalt steuern weiter die Eigenschaften der Speicher; die Porosität ist am Schelfhang am höchsten, mit vorwiegend interkristallinen und organischen Poren; die Porosität auf dem kontinentale Schelf ist die zweitgrößte, mit hauptsächlich Intergranular- und Intragranularporen; die Porosität im Schelfbecken ist am geringsten, verbunden mit kleineren organischen Poren und der Füllung der Intergranularporen durch biogenen Quarz; ④ Nach quantitativer Inversion und gemessenen Daten nimmt die Dicke der Typ I Schieferspeicher von kontinentalem Schelf bis Schelfbecken allmählich zu, was eindeutig mit Veränderungen der Sedimentationsumgebung zusammenhängt. Die durch paläogeographische Kontrolle bedingten Unterschiede in den Sedimentationsumgebungen sind der grundlegende Grund für die starke Heterogenität der Schieferspeicher. Die Forschungsergebnisse können als Grundlage für die effiziente Erkundung und Entwicklung heterogener Schieferspeicher dienen.