Im Erschöpfungsprozess von Kondensatgaslagerstätten treten signifikante Kondensationsphänomene auf. Bei der Berechnung der dynamischen Vorräte von Kondensatgaslagerstätten mit bestehenden Stoffbilanzmethoden führt die nichtlineare Druckabfallkurve zu Schwierigkeiten bei der Bewertung der dynamischen Vorräte. Daher ist die Erforschung von Berechnungsmethoden für Stoffbilanzvorräte komplexer mehrphasiger Gaslagerstätten von großer Bedeutung. Basierend auf der Strömungsmechaniktheorie von Kondensatgaslagerstätten wurde ein zweiphasiger Öl-Gas-Scheinpressungsparameter eingeführt und eine neue Methode zur Berechnung der dynamischen Vorräte von Kondensatgaslagerstätten auf Grundlage der strömungsbasierten Stoffbilanztheorie etabliert. In der mehrphasigen Stoffbilanzmethode zeigt die normierte Förderrate eine deutliche lineare Beziehung zur normierten kumulativen Produktion. Die Analyse ergab, dass bei noch nicht erreichtem Quasi-Stationszustand die berechneten dynamischen Vorratsergebnisse Abweichungen aufweisen können. Durch die Untersuchung der Unterschiede im Sättigungsverlauf während verschiedener Fließphasen der Kondensatgaslagerstätte wurde eine Berechnungsmethode für den zweiphasigen Öl-Gas-Scheinpressungsparameter entwickelt. Die korrigierte Produktionsanzeigenkurve kann die Genauigkeit der dynamischen Vorratsberechnung von Kondensatgaslagerstätten verbessern. Die Methode wurde an einem Feldbeispiel einer Kondensatgaslagerstätte angewandt. Die Vergleichsergebnisse mit herkömmlichen Methoden und der Blasingame-Diagramm-Anpassungsmethode zeigen, dass die neue Methode genauere dynamische Vorratsergebnisse liefert. Die Ergebnisse zeigen, dass die neue Berechnungsmethode die Genauigkeit der dynamischen Vorratsbewertung von Kondensatgaslagerstätten verbessert und hilft, die Entwicklung vor Ort rechtzeitig anzupassen.