Der Fortschritt in rheologischen Testmethoden hat Forschern ein erweitertes Verständnis viskoelastischer Fluide in einem breiteren Messbereich ermöglicht. Polymerlösungen zur Ölverdrängung zeigen eine rheologische Kurve mit drei Segmenten (Nullschersegment, Scherverdünnung, Limitschersegment), was ein genaueres Beschreibungsmodell und Begrenzungsbedingungen erfordert. Anhand teilweise hydrolysierter Polyacrylamide und hydrophob assoziierter Polymere wurden rheologische Kurven in einem weiten Bereich (0,01~10 000 s-1) analysiert und mit Änderungen der viskoelastischen Module untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Unter Versuchsbedingungen können die rheologischen Kurven beider Polymere mit dem Carreau-Modell beschrieben werden; die durch hydrophobe Assoziation gebildete Strukturviskosität verstärkt die elastische Wirkung der Lösung deutlich und lässt das elastische Modul der Polymerlösung AP-P4 dominieren. Unter Berücksichtigung des Einflusses elastischer Eigenschaften auf die rheologische Kurve wurde das Relaxationszeitspektrum, abgeleitet aus Daten kleiner Schwingungsexperimente, verwendet, um den Wertebereich der charakteristischen Relaxationszeit (λ) einzuschränken; schließlich stimmte das durch nichtlineare Regression angepasste Carreau-Modell sehr gut mit den experimentellen Daten überein. Bei der Untersuchung der konstitutiven rheologischen Gleichungen viskoelastischer Lösungen müssen die Lösungseigenschaften vollständig berücksichtigt, die Wechselbeziehungen verschiedener Testparameter aufgebaut und angemessene Einschränkungen festgelegt werden. Dies ist ein effektives Mittel zur Optimierung und Verbesserung der konstitutiven rheologischen Gleichungen viskoelastischer Fluide.