Um die physikalische Bedeutung des kritischen Desorptionsdrucks in untergesättigten Kohleflözgaslagerstätten zu untersuchen, wurden basierend auf dem Vorhandenseinszustand des Lagerstättengases bisher vorhandene traditionelle Berechnungsmethoden für den kritischen Desorptionsdruck, Berechnungsmethoden auf Basis der Adsorption in der Flüssigphase sowie statistische Bergwerksalgorithmen vorgestellt und die Herkunft des Phänomens der „Untergesättigtheit“ unter der Annahme der Benetzung der Gasphase im Kohlegestein diskutiert. Basierend auf der modifizierten Gasphasenadsorption wurde die Beziehung zwischen dem kritischen Desorptionsdruck und dem kapillaren Porendruck der Matrix erklärt und eine neue Berechnungsmethode für den kritischen Desorptionsdruck erhalten. Durch den Vergleich von vier Methoden hinsichtlich Fehleranalyse, theoretischer Vollständigkeit und Praktikabilität wird angenommen, dass die vorgeschlagene neue Berechnungsmethode theoretisch recht vollständig, praktisch anwendbar und rechentechnisch einfach ist und in Fallstudien Ergebnisse im realen Produktionsbereich liefert. Daraus lässt sich schließen, dass unter der Annahme der Benetzung der Gasphase im Kohlegestein das Adsorptionsgleichgewicht von Kohlegas und das kritische Desorptionsphänomen als Wechselwirkung zwischen Lagerstättendruck und kapillarem Druck erklärt werden können, wobei die verbesserte Adsorptionstheorie in der Gasphase und die neue Berechnungsmethode für den kritischen Desorptionsdruck weiter erforscht werden sollten.