Das stark mineralisierte und leicht saure Lagerstättenwasser im unteren Altgaslager des Danewudi-Gasfelds wird häufig mit einer Bohrlochkappen-Technik behandelt, was bei dem in diesem Gasfeld weit verbreiteten amphoteren Schaumausscheidungsmittel zu schlechter Schaum- und Schaumstabilität führt und den Anforderungen einer effizienten und kostengünstigen Wasserförderung bei der Gasgewinnung nicht gerecht wird. Obwohl es im In- und Ausland bereits Dutzende von Schaumausscheidungsmitteln gibt, wurde keine speziell für die Eigenschaften des unteren Altgaslagers entwickelte Schaumausscheidungsmittels formuliert. Unter Berücksichtigung der Fluid- und Prozesscharakteristika des unteren Altgaslagers, der Auswirkungen des hochmineralisierten Lagerstättenwassers, der pH-Empfindlichkeit und der Stabilität des Schaums beim Durchfluss durch das Drosselorgan wurde ein neues amphoteres nichtionisches Komplex-Schaumausscheidungsmittel entwickelt, das hauptsächlich aus sulfoniertem AEO3 (Kokosnussalkohol-Polyoxyethylen-(3)-Ether) und Laurylamidpropylphosphatbetain als Haupttriebmitteln, Kokosnussfettsäure-Monoethanolamid als Schaumbildnerhilfsmittel sowie Ölbehandlungsextrakt als Schaumberstärker besteht. Laborbewertungen zeigen, dass das amphotere nichtionische Komplex-Schaumausscheidungsmittel unter Bedingungen mit hoher Mineralisierung und saurem Milieu eine starke Schaumfähigkeit, Schaumstabilität, Sekundärbildung und Flüssigkeitstransportfähigkeit aufweist. Nach Feldversuchen verbesserten sich die Entwässerungsleistung der Gasbohrungen, der Druckunterschied in der Öl-Umhüllung nahm ab und die Gasproduktion stieg – mit guten Anwendungsergebnissen und wirtschaftlichen Perspektiven. Das amphotere nichtionische Komplex-Schaumausscheidungsmittel schließt die Lücke bei Schaumausscheidungsmitteln für das untere Altgaslager des Danewudi-Gasfeldes, verbessert technische Probleme der unzureichenden Flüssigkeitsförderung in Gasbohrungen dieses Lagers und besitzt ein breites Anwendungspotenzial.