Während der Bohrarbeiten in den umstrukturierten Bazé-Gesteinsschichten im Krasu-Tektonikgürtel des Tarimbeckens tritt häufig Instabilität der Bohrlochwände auf, was die Bohrleistung erheblich beeinträchtigt. Als Untersuchungsobjekt wurden die umstrukturierten Bazé-Gesteine gewählt. Es wurden mineralogische Zusammensetzungstests, Kationenaustauschversuche und weitere physikalisch-chemische Tests sowie mechanische Prüfungen wie die Dreiachs-Kompressionsprüfung durchgeführt, um die Unterschiede in den physikalisch-chemischen Eigenschaften und mechanischen Merkmalen zwischen Bazé-Sandstein und -Tonstein sowie die Auswirkungen der Bohrflüssigkeitsdurchtränkung auf die mechanischen Eigenschaften zu untersuchen. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass der Tonstein der Bazé-Umstrukturierung einen hohen Anteil an Tonmineralien aufweist, die Kationenaustauschkapazität etwa dreimal so hoch ist wie die des Sandsteins, zahlreiche Mikrorisse ausgebildet sind und das hydratisierte Quellvermögen deutlich stärker als bei Sandstein ist, wodurch er unter Lösungseinwirkung leichter strukturelle Schäden erleidet. Gleichzeitig führt die Schmierwirkung der ölhaltigen Bohrflüssigkeit zu einer Verminderung der Festigkeit, wobei die Festigkeitsabnahme bei Tonstein etwa 1,5-mal größer ist als bei Sandstein. Unter gleichem Umgebungsdruck bestehen Unterschiede in der Festigkeit, den axialen und radialen Dehnungen am kritischen Bruchpunkt sowie im Bruchverhalten zwischen den Bazé-Ton- und Sandsteinen, wobei die Einwirkung der Bohrflüssigkeitsdurchtränkung auf die Festigkeit des Tonsteins größer ist als beim Sandstein. Die Analyse der mechanischen Eigenschaften der Bazé-Gesteinsschichten ist von großer Bedeutung, um den Mechanismus der Bohrlochwandinstabilität zu verstehen und Maßnahmen zur Vermeidung und Kontrolle dieser Instabilität zu entwickeln.