Aufgrund von Ursachen wie großen natürlichen Rissen und einseitiger Ausdehnung hydraulischer Risse tritt bei Mehrfach-Plattform-Frackings häufig eine Interferenz zwischen Brunnen auf, wobei die momentane Gasproduktion des Nachbarbrunnens um bis zu 93 % sinkt und der Bohrlochdruck um bis zu 12 MPa ansteigt, was die Effektivität der Schiefergas-Fracking-Entwicklung erheblich beeinträchtigt. Für solche komplexen Situationen wurde eine Technologie zur Risskontrolle und Verhinderung von Interferenzen bei horizontalen Schiefergasbohrungen vorgeschlagen, die hauptsächlich die Technologie zur Kontrolle der Länge mehrerer Risse und die Technologie zur Steuerung der Rissrichtung umfasst. Durch Erhöhung der Anzahl hydraulischer Risse, Senkung des Nettodrucks oder Einsatz temporärer Dichtungsmaterialien zur Kontrolle der Ausdehnung und Richtungsänderung der hydraulischen Risse wird deren Ausbreitung kontrolliert, die Komplexität der Risse erhöht, Interferenzen mit benachbarten Bohrungen vermieden und letztlich eine effektive Entwicklung des Schiefergases im kontrollierten Gasleckbereich des Bohrlochs erreicht. Numerische Simulationen zeigen, dass durch den Einsatz dieser Technologie die effektive Risslänge um 11,9 % bis 24,8 % verkürzt wird und die Feldanwendung deutliche Ergebnisse zeigt: Die Mikroseismische Überwachung zeigt eine Reduzierung der Risslänge um 24 % im Jahresvergleich, und der Druck in den Nachbarbohrungen stieg während der Echtzeitüberwachung nicht an. Die Risskontroll- und Störungspräventionstechnologie für horizontale Schiefergasbohrungen bietet nicht nur theoretische Unterstützung für die Feldimplementierung, sondern verringert auch die Wahrscheinlichkeit komplexer Situationen und erhöht die Produktionsleistung einzelner Brunnen.