Im Vergleich zum konventionellen Einzelbrunnenentwicklungsmuster weist die "Bohrstellenfabrik"-Entwicklungstechnologie Vorteile wie eine erhebliche Steigerung der Betriebseffizienz und Senkung der Ingenieurkosten auf. Beim engen Bohrstellenabstand und volumetrischem Frackeingang im Schiefergaslagerstättenmodell "Bohrstellenfabrik" gibt es Interferenzen zwischen den Bohrstellen und zwischen den Frakturen, die die Gesamtentwicklungseffizienz der Bohrstellengruppe beeinflussen. Basierend auf der unstrukturierten PEBI-Gittertechnologie wurde ein PEBI-Gittersimulator für hydraulisch gebrochene Horizontalbohrungen entwickelt und unter Berücksichtigung der Mikro-Seismiküberwachungsergebnisse wurde die durch volumetrische Frak-tur entstandene Stimulationsvolumenzone (SRV) (als elliptisch angenommen) für die Horizontalbohr- gruppe festgelegt. Unter Einbeziehung der Adsorptions-Desorptionsmechanismen von Schiefergas, Diffusion und nichtlinearer Strömungsmechanismen wurde mit der Finite-Volumen-Methode ein numerisches Simulationsmodell für ein homogenes Schiefergaslagerstätten-"Bohrstellenfabrik"-Modell unter konstantem Förderdruck aufgebaut, das die Unterschiede in der kumulierten Produktion von Ein- und Gruppenbohrungen berechnet und vergleicht. Außerdem wurde der Einfluss verschiedener Verteilungen von Frakturen und Anordnungen von Horizontalbohrungen auf die kumulierte Produktion der Bohrstellengruppe diskutiert. Die Ergebnisse zeigen: Der durch den engen Bohrstellenabstand verursachte Interferenzeffekt führt dazu, dass die Gruppenproduktion niedriger ist als die Summe der Einzeln-Bohrungen; das U-förmige Frakturverteilungsmuster bei Einzelbohrungen kann die Interferenz in gewissem Maße verringern, wodurch die kumulierte Produktion der Gruppe besser ist als bei gleichmäßiger oder umgekehrter U-förmiger Verteilung; bei kreuzförmiger Anordnung der Horizontalbohrungen ist die kumulierte Produktion besser als bei paralleler Anordnung.