Die Produktionskapazität von Gasbrunnen in konventionellen Gaskörpern wird hauptsächlich durch den ungehinderten Durchfluss als Bewertungsmaßstab gemessen. Dieser ungehinderte Durchfluss wird durch Gasproben und Produktionsdaten bestimmt, um die Kapazität des Gasbrunnens zu bewerten. Aufgrund der geologischen Merkmale und der speziellen Strömungsmechanismen von Schiefergas besteht Uneinigkeit darüber, welcher Indikator die Kapazität von Schiefergasbohrungen am besten beschreibt. Basierend auf den Test- und Produktionsdaten inländischer Schiefergasbohrungen wird vorgeschlagen, die Kapazität von Schiefergasbohrungen in unterschiedlichen Entwicklungsphasen mit drei Arten von Indikatoren zu charakterisieren: ungehinderter Durchfluss, förderbare Vorräte und Gasproduktion. Bei der Verwendung des ungehinderten Durchflusses zur Charakterisierung der Kapazität von Schiefergasbohrungen wurde für das Hauptgebiet von Fuling eine Erfahrungsformel „Ein-Punkt-Methode“ aufgestellt, der Kapazitätskoeffizient α beträgt 0,25. Für Kapazitätstests mit mehreren Betriebsregelungen ist die Mehrflussmethode in Fuling gut anwendbar. Bei der Verwendung der förderbaren Vorräte zur Charakterisierung der Kapazität von Schiefergasbohrungen wird vor der Rückgangsphase die Bewertung der nicht stationären Kapazität von hydraulisch gebrochenen Horizontalbohrungen für Schiefergas angewendet, nach Eintritt in die Rückgangsphase wird die empirische Rückgangsmethode zur Prognose der förderbaren Vorräte eingesetzt. Für Schiefergasbohrungen mit konstanter Produktion kann die Produktionsrate aus der Gasprobentestung mit derselben Düse bevorzugt zur Charakterisierung der Kapazität verwendet werden. Die Forschungsergebnisse bilden die Grundlage für die dynamische Analyse der Produktion von Schiefergasbohrungen und die Entwicklung technischer Richtlinien.