Zur Untersuchung der Fördermerkmale von niedrigpermeablen Öllagerstätten mit entwickelten natürlichen Klüften wurde basierend auf der Theorie des ebenen radialen Flusses ein Prognosemodell für die Förderfähigkeit von natürlichen Klüften unter Berücksichtigung der Unterschiede in der Spannungssempfindlichkeit zwischen Matrix und natürlichen Klüften erstellt, und eine Förderfähigkeitsgleichung mit Berücksichtigung dieser Unterschiede abgeleitet. Anhand von Basisdaten eines niedrigpermeablen Ölfeldes wurden mit der abgeleiteten Gleichung die Auswirkungen von Klufthparametern, Matrix-Spannungsempfindlichkeitskoeffizienten und Klufth-Spannungsempfindlichkeitskoeffizienten auf die Förderung analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass mit zunehmendem Matrix-Spannungsempfindlichkeitskoeffizienten die Förderfähigkeit der Bohrung abnimmt; bei geringer Kluftbreite ist die Einwirkung der Klufth-Spannungsempfindlichkeit auf die Förderfähigkeit der Bohrung signifikant. Daher ist in natürlich kluftdurchsetzten niedrigpermeablen Lagerstätten die Erhöhung der Kluftlänge und die Verbindung weiterer Mikrorisse förderlich für die Produktionssteigerung.