Ausgehend von den Kohlenstoff-Sauerstoff-Isotopenmerkmalen als Ansatzpunkt zur Unterstützung der Mikroskopbeobachtung von Dünnschliffen und Sedimentationsumgebungsanalyse wurde eine systematische Untersuchung der karbonatischen Zementierung im Lagerstättenabschnitt 8 des Ordos-Beckens durchgeführt. Die mikroskopische Mineralbeobachtung zeigt, dass karbonatische Zemente aus Calcit, Dolomit, Siderit, eisenhaltigem Calcit und Magnetit entwickelt werden. Die Mineralzusammensetzung und Verteilung werden stark durch die heterogene chemische Aktivität der Fluide beeinflusst, wobei die Karbonatzementierung hauptsächlich zerstörerisch auf Porosität und Permeabilität wirkt. Die Bestimmung der Sauerstoff-Kohlenstoff-Isotopenwerte erfolgte mittels Phosphat-Methode. Die Versuchsergebnisse zeigen, dass der Verteilungsbereich der Kohlenstoffisotope zwischen -14,8‰ und -1,5‰ liegt, der der Sauerstoffisotope zwischen -25,7‰ und -9,9‰; die Z-Werte der meisten Proben sind kleiner als 120, was darauf hinweist, dass die Karbonatzementierung in einer Süßwasser- bis Brackwasserumgebung stattfand; durch Messung des δ18O-Werts wurde eine Paläotemperatur von 68℃ bis 128℃ ermittelt, was darauf hinweist, dass die Zementierung von der frühen Diagenesephase B bis zur mittleren Diagenesephase A erfolgte; der obere Bereich des Abschnitts 8 weist einen höheren Gehalt an karbonatischen Zementen auf als der untere, was darauf hinweist, dass die Zementierung aus einer karbonatischen Ablagerung im Zusammenhang mit der Decarboxylierung organischer Säuren stammt; die sedimentären Subphasen werden in drei Zonen unterteilt, die Sauerstoff-Kohlenstoff-Isotope nehmen von der Seemitte über die Gravitätsstromphase bis zur Delta-Phase allmählich ab. Abschließend wird vermutet, dass die Ursache der Isotopenverteilung darin besteht, dass unter der Kompaktion organische Säuren aus Hochpotenzialgebieten zu Niedrigpotenzialgebieten migrieren und nach einer Reihe chemischer Veränderungen die Zementierung mit organischer Kohlenstoffbindung erfolgt.