Eine detaillierte Untersuchung der Diagenesecharakteristika und deren Einfluss auf die Porositätsentwicklung der paläogenen Speicherbecken in der Lenghu-Region wurde durchgeführt. Hierbei wurden Kernproben, Dünnschliffe, Gussformen, Rasterelektronenmikroskopie und Bohrlochdaten zusammen mit chemischen Analysen kombiniert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Reife der paläogenen Speicherbecken in der Lenghu-Region gering ist, wobei primäre und sekundäre Poren sowie Mikrofrakturen ausgebildet sind, die physikalischen Eigenschaften jedoch schlecht sind. Die Diageneseformen sind vielfältig, wobei die wichtigsten für die physikalischen Eigenschaften Druckverkittung, Zementation und Auflösung sind – Druckverkittung ist die Hauptursache für die Beeinträchtigung der Speicherqualität. Der Porositätsverlust durch Kompaktion beträgt durchschnittlich 21,65 %, Zementation ist ein wichtiger Faktor für weitere Verringerungen der Eigenschaften mit einem durchschnittlichen Porositätsverlust von 3,34 %, Auflösung ist ein bedeutender Weg zur Porositätszunahme, aber begrenzt durch fehlende lösende Fluide, mit einer Zunahme von ca. 2,26 %. Die Speicherqualität korreliert positiv mit der Reife und negativ mit der Einbautiefe, wobei die untere Lulehe-Formation (E1+2) mit niedriger Reife und tiefer Einbettung die stärkste Kompaktion und Zementation sowie die schlechtesten Eigenschaften aufweist, gefolgt vom unteren Abschnitt der Gancaigou-Formation (E3¹). Die obere Gancaigou-Formation (E3²) mit der höchsten Reife und geringsten Einbautiefe zeigt die besten Eigenschaften.